Sehnsucht 2010

Veröffentlicht in Uncategorized am 7. Dezember 2010 von effatamag

Es kommt in diesen Tagen häufiger vor, dass sich Interessenten in diesem Blog anmelden. Daher der Hinweis:

Bitte folgen Sie dem direkten Link www.advent-anders.de. Damit gelangen Sie zur aktuellen Seite des Advents-Projekts der Jugendkirche effata!. Dort können Sie sich auch für die diesjährigen Advents-Impulse anmelden, die Schülerinnen der Bischöflichen Marienschule für Sie und Euch erstellt haben. Dieses Blog „effatamag“ bleibt in diesem Jahr leer.

Herzliche Grüße und einen guten Advent!

advent@nders 2010

Veröffentlicht in Uncategorized am 17. November 2010 von effatamag

In diesem Jahr gibt es von der Jugendkirche effata! in Münster wieder einen Online-Adventskalender. Das neue Blog-System hat sich im vergangenen Jahr echt bewährt. Unter advent-anders.de gelangt man auf dasdiesjährige Blog, der inhaltlich von Schülerinnen der Bischöflichen Marienschule in Münster (unter Begleitung ihrer Religionslehrerin und ihrer Schulseelsorgerin) gestaltet wird. Auf der entsprechenden Plattform muss man sich wieder neu anmelden. Wer sich aus dieser Plattform abmelden möchte, kann das auf dem entsprechenden Button tun (Unsubscribe).

Du erhältst diese mail, weil du mit deiner e-mail -Adresse als Empfänger von Neugikeiten aus diesem Blog (effatamag.wordpress.de) eingetragen bist. Das Austragen kannst nur du machen – als Administrator haben wir keinen Einfluss auf die An- oder Abmeldungen.

Alles an Infos gibt es auf der Weite www.advent-anders.de

Viel Spaß!

advent@nders | 1. Weihnachtsfeiertag

Veröffentlicht in Uncategorized am 25. Dezember 2009 von effatamag

Damit ist der Adventskalender in diesem Jahr beendet. Wir hoffen, es hat die Tage des Advents bereichern können. An dieser Stelle sei allen Beteiligten ein herzlicher Dank gesagt: Den Schülerinnen und Schülern für’s Bereitstellen der Bilder über die Ausstellung im Januar hinaus; allen Kolleginnen und Kollegen aus der münsteraner Jugendpastoralszene, die etwas Zeit investiert und einen Tagesimpuls beigesteuert haben.

Der Blog war in diesem Jahr ein Novum, ein neues Medium; die „Subscription“ über WordPress war vielleicht ungewohnt, hat aber doch zuverlässig funktioniert (und wie ich finde mit einem anständigen Layout der mail). Wat haben wir uns die Köpfe zerbrochen, mit welchem Newsletterprogramm das wohl ginge. Ab Jahresbeginn wird WordPress dann wieder als effatamag, dem Magazin der Jugendkirche weiter ausgebaut. Advent-Anders hat dann Pause.

Wer im November nächsten Jahres möchte, dass er an adventanders2010 erinnert wird, bleibt bis zum 28. Dezember einfach eingeschrieben, so dass wir die Adressen sicher „einlagern“ können und einmalig für die Erinngerung bzw. Einladung wieder verwenden können. Wer das nicht möchte, macht seine Registrierung über das WordPress-System wieder rückgängig. Man kann natürlich immer registriert bleiben und erfährt dann die neuen Artikel im effata-mag.

Ansonsten achtet einfach auf die Ankündigungen auf www.jugendkirche-muenster.de bzw. auf advent-anders.de im kommenden Winter.

Eine gute Zeit „zwischen den Jahren“ und einen gutes, gesegnetes Jahr 2010!!

advent@nders / Heilige Nacht 24. Dezember

Veröffentlicht in Uncategorized am 24. Dezember 2009 von effatamag

Die „Anti-Krippen“ in den vergangenen vier Wochen beschrieben die Süchte und Sehnsüchte, die Liebeskrankheiten, Kümmernisse, Gebrechlichkeiten von jungen Menschen. Sie waren dreidimensionale Abbilder dieser Sucht und Sehnsucht nach einem gelingenden Leben: Beziehungen, Gesundheit, Zukunftsperspektiven, den eigenen Weg finden, menschliche Nähe und Wärme.

Die Botschaft von Weihnachten ist nichts anderes, als das Gott diese Sehnsüchte erfüllen möchte – und das schlicht vom Himmel aus nicht kann. Also: er wird Mensch. Jahr für Jahr feiern wir das. Und sowas von Mensch, dass er nicht mit großem Trara auf die Erde kommt, nein: die Geburt ist irgendwo im Nirgendwo, eine olle Krippe, Ochs und Esel als Zentralheizung, zwischen Hier und Da, heute und morgen. Die ersten, die das mitbekommen, sind Hirten, eigentlich arme Kandidaten nachts auf dem Feld. Diese Idylle fangen viele Krippendarstellungen zu Hause und in den Kirchen ein. Daher – jetzt – die KRIPPE, nach den vielen Anti-Krippen: Gott wird Mensch und bringt Heil in unser tägliches Durcheinander, Chaos, in unsere Liebeskrankheiten und Kümmernisse, in die Misslagen und Schieflagen der Beziehungen, in den Sch***wasdrauf von Schule und Beruf. Frohe Weihnachten!

Nun ja, in Windeln gewickelt und in eine Krippe gelegt:

Kunstwerk: Krippendarstellung von Sebastian Osterrieder in St. Paul, Esselingen; Impulstext: Marius Stelzer

advent@nders | 23. Dezember

Veröffentlicht in Uncategorized am 23. Dezember 2009 von effatamag

Das letzte Türchen unseres Adventskalenders: Eine Compilation aller Antikrippen – zusammen mit dem „Original“. In dieser Zusammenstellung wäre das gesamte Tableau 20qm groß: 4x5m, da die einzelnen Assemblagen 100x100cm messen.

Was ist dein Favorit in dieser Adventszeit gewesen?

Welche Darstellung hat dich bewegt?

Welcher Impuls hat dich nachdenklich gemacht?

Worüber grübelst du noch?

Was kommt dir wohl in den Sinn, wenn du Zuhause oder in einer Kirche jetzt eine Krippe anschaust?

Kommt dir noch ein Lied oder ein Musikvideo in den Sinn?

Bist du eher ängstlicher oder zuversichtlicher geworden?

Was macht dir Hoffnung?

Worauf hofft dein Herz?

Wofür möchtest du da sein, wofür dich hingeben?

Und – er bringt das Heil in die unheile Welt – wer ist Jesus Christus für dich?

Kunstwerk: Assemblagen des 13erLK Kunst Kardinal-von-Galen-Gymnasium Hiltrup (Abitur 2009); Zusammenstellung und Impulsfragen: Marius Stelzer

advent@nders | Dienstag, 22. Dezember

Veröffentlicht in Uncategorized am 22. Dezember 2009 von effatamag

„Liebe macht verwundbar!“

Eine allgemeine Überzeugung – getränkt aus Erfahrung. Wenn ein Mensch einen andern liebt – er macht sich verwundbar. Denn diese Liebe kann enttäuscht, verraten oder ausgenutzt werden. Der Mensch ist liebeskrank: Immer auf der Suche nach Liebe! Groß ist die Sehnsucht, das Verlangen, ja der Wunsch geliebt zu werden. Der Mensch gibt sich preis in seiner Liebes-Sehnsucht.

Liebe macht verwundbar! Wer kann dies nicht bejahen aufgrund eigenen Erlebens. Liebeskummer, wenn die Liebe nicht erwidert wird. wenn die Liebe zu Ende ist. Enttäuschend die Entdeckung: Die Liebe des anderen ist ein Trugbild gewesen.

Innerlich weh ums Herz: Verletzt – zerrissen. Der Brustkorb zerrissen und zerfetzt. Bis auf die Knochen – die Rippen liegen blank. Innere Wunden sind geschlagen. Den Kopf blockiert – gefangen, gehalten von dem einen Gedanken: Enttäuscht – verraten – ausgenutzt.

Drei Tage bis Weihnachten. Übermorgen ist Heiligabend! Krippen werden an allen Orten aufgebaut. Dann liegt es da wieder: Das Kind im Futtertrog. Lieb, niedlich anzusehen. Ein Säugling: klein, wehrlos, verletzlich. Dieses Kind – Zeichen der Liebe Gottes. ER liebt. Er liebt den Menschen – sein Geschöpf. Seine Liebe unermesslich, unendlich groß! Nicht zerrissen und zerfetzt, aber gewickelt, gebunden. Die Windeln – Zeichen seiner Hingabe in unser Leben, in unsere Welt.

Gott liebt mich. Gott sehnt sich nach mir. Gott sucht mich!

ER will bei mir ankommen, in mein Leben einziehen.

ER kommt zu mir, um mich zu heilen, um meine Sehnsucht mit seiner Liebe zu erfüllen.

ER enttäuscht nicht, er lässt mich nicht hängen.

„Weil Gott in tiefster Nacht erscheinen, kann unsere Nacht nicht endlos sein!“ Gott will meine Nacht der Verletzung, Enttäuschung und der ungestillten Liebessehnsucht verwandelt durch das Licht und den Glanz seiner Liebe.

Kann ich diesem Wort trauen; mag ich einem solchen Gott vertrauen? „Menschen liebt, o liebt ihn wieder, und vergesst der Liebe!“

Kunstwerk: Lennart Jasper; Textimpuls: Domvikar Rafael van Stralen (Studentenpfarrer in der Hochschulgemeinde, und als Domkaplan zuständig für die Dommessdiener)

advent@nders | 21. Dezember

Veröffentlicht in Uncategorized am 21. Dezember 2009 von effatamag

Wenn ich mir die roten Vorhänge ansehe und darüber nachdenke, dass das Leben eigentlich ein Drama ist (schon die Geburt ist ja dramatisch, die Zeugung in der Regel auch), dann kommt mir das Gebet einer Jugendlichen aus Österreich in den Sinn:

Lieber Gott, wenn es dich wirklich gibt, komm zu uns auf die Erde.

Dann kanst du dir diesen ganzen Schlamassel mal selbst ansehen.

Amen

Kunstwerk: Vanessa Windhaus; Textimpuls: Marius Stelzer feat. Johanna Paschinger

(Wegen Schnee und Eis kommt der heutige Tagesimpuls etwas verspätet…)

advent@nders | Vierter Advent

Veröffentlicht in Uncategorized am 20. Dezember 2009 von effatamag

Maria Durch Ein Dornwald Ging
(Blest Mary Wanders Through the Thorn)

Maria durch ein’ Dornwald ging
Kyrie eleison!
Maria durch ein’ Dornwald ging,
der hatte in sieb’n Jah’n kein Laub getrag’n
Jesus und Maria!Was trug Maria unter ihrem Herzen?
Kyrie eleison!
Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen
das trug Maria unterm Herzen!
Jesus und Maria!

Da hab’n die Dornen Rosen getrag’n,
Kyrie eleison!
Als das Kindlein durch den Wald getrag’n
da haben die Dornen Rosen getrag’n
Jesus und Maria!

Wie soll dem Kind sein Name sein?
Kyrie eleison!
Der Name, der soll Christus sein,
das war von Anfang der Name sein!
Jesus und Maria!

Wer soll dem Kind sein Täufer sein?
Kyrie eleison!
Das soll der Sankt Johannes sein,
der soll dem Kind sein Täufer sein!
Jesus und Maria!

Was kriegt das Kind zum Patengeld?
Kyrie eleison!
Den Himmel und die ganze Welt
das kriegt das Kind zum Patengeld!
Jesus und Maria!

Wer hat erlöst die Welt allein?
Kyrie eleison!
Das hat getan das Christkindlein,
das hat erlöst die Welt allein?
Jesus und Maria!

Als ich zum ersten Mal das Silbermond-Video auf einer Fachtagung für Jugendkirchen sah, kam mir intuitiv das alte Adventslied der wandernden Maria durch den Dornwald in den Sinn – und zwar an der Stelle, in der die Sängerin von Silbermond (der Name kommt mir soeben nicht in den Sinn) durch die Gasse der Sicherheitskräfte wandelt. Die gesamte Szenerie könnte „Dornwald“ sein – die Sängerin für eine moderne „Maria“ stehen. Und diese gesamte Dornwald-Szenerie hat für mich die Qualität eines Tableaus – ein Abbild einer liebeskranken, gewaltvollen Welt, in der sich jedoch eine Spur der Heilszusage Gottes (als Beziehung stiftende Kraft) erahnen lässt…

Es geht auf das Fest der Geburt Jesu zu!

Impuls: Marius Stelzer

addendum: Leider wurde die bearbeitete Version des Videos mit dem Sample von „Maria durch den Dornwald ging“ über einen Copyright-Mechanismus direkt gesperrt. Vielleicht ist dieser Youtube-Fund länger online.

Eine ziemlich abgefahrene Version von diesem Adventslied gibt es hier

advent@nders | Samstag, 19. Dezember

Veröffentlicht in Uncategorized am 19. Dezember 2009 von effatamag

Lesungstext aus dem Buch des Propheten Micha 5,1-4a. Sicherheit und Frieden sind hier die fühlbaren Kennzeichen des neuen „Herrschers“, des Sohnes Gottes. Sicherheit und Frieden bis an die Grenzen der Erde. Was für eine Zusage!

1Aber du, Betlehem-Efrata, so klein unter den Gauen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll. Sein Ursprung liegt in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen.

2Darum gibt der Herr sie preis, bis die Gebärende einen Sohn geboren hat. Dann wird der Rest seiner Brüder heimkehren zu den Kindern Israels.

3Er wird auftreten und ihr Hirt sein in der Kraft des Herrn, im hohen Namen Jahwes, seines Gottes. Sie werden in Sicherheit leben; denn nun reicht seine Macht bis an die Grenzen der Erde.

4aUnd er wird der Friede sein.

advent@nders | 18. Dezember

Veröffentlicht in Uncategorized am 18. Dezember 2009 von effatamag

 

„Da sind Puppen angeklebt!!“ sagte ganz entsetzt die fünfjahrige Tochter eines Besuchers in der Jugendkirche während der Ausstellung im Januar.

Ich bin überzeugt, dass das kleine Mädchen genau dieses Tableau meinte, in dem eine Puppe – ohne Kleidung – auf dem Bauch in das Tableau eingeklebt wurde. Vernachlässigt, verlottert, angebunden, fast geknebelt an die Computertastatur. Daneben die Kugeln, Eizellen gleich, mit weiteren „Puppen“.

Leben aus der Retorte.  Ohne Zuwendung, ohne Anbindung, menschliche.

Leben in der Retorte. Überprüfbar, Korrigierbar, fremdbestimmt.

Manchmal geht mir die Frage nach, ob nicht das ganze Leben eine Retorte ist.

Überprüfbar, Korrigierbar, fremdbestimmt.

Zentrales Abitur, Bologna-Studienreform, Asylgesetztgebung, frühkindliche Förderung, Online-Durchsuchung, Videoüberwachung in der Öffentlichkeit, …

Alles gerastert, rasterbar, überprüfbar, korrigierbar, fremdbestimmt.

Und was machen wir: Mit lustigen Payback-Karten, Online-Communities und Co geben wir Einblick in unser Verhalten, verkaufen uns für dumm. Den Reibach machen andere. Für Studienreformen (Stichwort „Gläserner Student“) gehen wir auf die Straße. Richtig so.

Aber kurz darauf kaufen wir die Zahnpasta in der Drogerie und halten unsere Bonuskarten hin. Jetzt weiß jeder, mit was ich meine Zähne putze, wie oft und wo ich Zahnpasta kaufe, welche Zahnbürste ich bevorzuge und welches Duschgel ich dazukaufe.

Alle Welt beschwert sich über die Retorten um uns herum. Fangen wir am besten an, die uns nächsten Retorten abzubauen. Falsche Postleitzahlen an der Kasse vom Elektronikgroßhandel sagen. Oder die Payback- und sonstigen Punktekarten in die Tonne hauen. Oder …

Nicht überprüfbar, sondern fehlerfreundlich!

Nicht korrigierbar, sondern verantwortungsvoll.

Nicht fremdbestimmt:, sondern Selbstbestimmt.

Freiheit und Verantwortung. Sonst landen wir irgendwann auf die Nase. Wie die Puppe, die da auzfgeklebt wurde…

Kunstwerk: Lisa Sundermann; Textimpuls: Marius Stelzer

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